Doppelkopf-Forum
Doppelkopf-Strategien => Dokoschule => Thema gestartet von: Ossi am Juni 26, 2024, 07:11:56 Nachmittag
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Hier mal eine Situation, wie sie öfters im Enspiel vorkommt.
Pos 1 und 2 spielen zusammen und haben bisher 98 Augen.
Restkarten:
Pos 1: *Kreuz_Dame* *Pik_Dame* *Karo_Dame*
Pos 2: *Karo_Ass* *Karo_Zehn* *Karo_Koenig*
Pos 3: *Kreuz_Zehn* *Kreuz_Zehn* *Kreuz_Koenig*
Pos 4: *Herz_Zehn* *Herz_Dame* *Kreuz_Bube*
Folgenden Spielverlauf in Stich 10:
*Pik_Dame* *Karo_Zehn* *Kreuz_Zehn* *Herz_Zehn* zu Kontra
Reststiche zu Re
Wie kann man den 10. Stich besser spielen?
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Aus wessen Sicht?
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Aus Sicht von Re ist *Pik_Dame* immer richtig.
Aus Sicht von Kontra macht Pos#3 doof: Nicht schmieren, und Re verliert, wenn Pos#4 duckt.
Um den Schaden zu begrenzen, kann Pos#2 den Fuchs legen. Entweder, Kontra nimmt diesen Sonderpunkt mit, und Re gewinnt das Spiel.
Oder Pos#4 taucht, wenn Pos#3 nicht schmiert, und Re verliert.
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Mit dem Fuchsopfer hätte Spieler 2 noch hoffen können, dass Spieler 4 es falsch macht. Dass Spieler 3 es dann falsch macht, war Glück für Re.
Im Beispiel ist es egal, welche Karte Spieler 2 legt. Spieler 3 muss nur Kr.-K. legen und Spieler 4 den Stich ducken.
Danach heißt es: Ab in die Gabel und Kontra sammelt noch 3 Volle ein.
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Schönes Beispiel!
Ich habe nur einige Umsetzungsprobleme:
Als S4 gelingt mir das denke ich ganz gut. Als S3 weiß ich aber selten bis nie, ob mein Partner neben der Dulle noch eine Herzdamen hat, die dann steht.
Wie gehe ich denn damit um?
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Tja, hier trennt sich dann wahrscheinlich die Spreu vom Weizen: Sehr gute Spieler halten die Stiche nach, ziehen ihre Schlüsse daraus und erkennen letztlich den möglichen Gewinnweg.
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Ah okay. Danke!
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Keine Ursache! ;)
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Schöner Beitrag und danke!
Wir würden gerne noch mehr lesen von Ossi!
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Volle Zustimmung Eunomia. *daumen_hoch*
Und auch hier wieder ein Beispiel: Stiche machen und nicht krampfhaft Augen einsammeln.
Aber natürlich gibt es 2 Seiten: Habe ich nicht alle Karten mitgehalten und weiß nicht, wie viele Augen/Füxe im letzten sind, weiß aber, dass ich mit diesem Stich 121+ mache, so greife ich zu. Es bleibt ein Spiel mit unvollständigen Informationen und jeder handelt nach den Informationen, die ihm zur Verfügung stehen.
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Und auch hier wieder ein Beispiel: Stiche machen und nicht krampfhaft Augen einsammeln.
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Es bleibt ein Spiel mit unvollständigen Informationen...
Wir können uns deinen Hang, auf fehlerhaften Annahmen zu beharren, nicht ganz erklären. Gerade Ossis Beispiel beweist das Gegenteil der von dir oft wiederholten Falschbehauptung, dass ausschließlich die Anzahl der Stiche ein Spiel entscheidet.
Sp. 4 kann immer 2 Stiche machen. Trotzdem kann er nur gewinnen, wenn sein Partner im 10. Stich die richtige Karte legt, weil er sonst nicht auf die zum Spielgewinn erforderliche Augenzahl kommen kann.
Grund dafür sind 7.1.1 und 7.1.2 des Regelwerkes. Dort wird festgelegt, bei welcher AUGENzahl eine Partei ein Spiel gewinnt. Deshalb ist unter 2.5.1 auch das Spielziel formuliert, dass jede Partei versucht, mehr "Augen" als die Gegenpartei zu erspielen.
Für die Binsenweisheit, dass OFT die Partei gewinnt, die mehr Stiche erzielt, brauchen wir keinen Oberlehrer (und auch keinen Gesamtschullehrer).
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Danke für deinen tollen und wichtigen Beitrag! Wenn du mir noch die Stelle zeigen würdest, an der ich behaupte, dass ausschließlich Stiche das Spiel gewinnen, wäre ich dir sehr dankbar. Dann kann ich das korrigieren.
Dann empfehle ich dir in Zukunft:
Asse zu schmieren
Deinen Partner mit Fux rauszustechen anstatt eine Fehl 9 reinzulegen
Jede *Karo_Zehn* mit der Dulle zu verhaften
Und zu guter Letzt auch als S4 den fetten Stich mitzunehmen. Es bedarf schon ein gewisses Maß an Transferleistung den Satz "Stiche gewinnen das Spiel" zu verstehen. Aber verstehen kann man nur, wenn man verstehen will.
Viel Erfolg euch (wie viele bist du eigentlich?) bei eurer Strategie. Wie läuft es denn bisher?
P.S. kannst du denn dein "OFT" beziffern? Ich kann es.
P.P.S. wie sehr macht es dich an, dass du Infos über mich hast? Und welche Rolle spielt das?
P.P.P.S. dieser Beitrag bestätigt wieder dein von mir angesprochenes sympatisches Auftreten von Beginn an
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Eunomias Beiträge sind wie ein Autounfall: Man will eigentlich nicht hinsehen - tut es aber trotzdem :(
Kannst Du auch sinnvoll?
Oder hält das Dein mentales Portfolio nicht vor?
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Wir sind ein nettes Trüppchen, das sich ab und an im Internet-Cafe trifft und gelegentlich einen Tisch zusammen bekommt.
Ob Tiger uns sympathisch findet, ist uns egal.
Wir stellen allerdings zum wiederholten Male fest, dass er ohne Bemerkungen, die "unter die Gürtellinie" zielen, nicht kann. Ob nun CrSteiffen oder StarLord oder Zwerghamster (RIESENhamster hätte besser zu den Anderen gepasst, ZwergNase viell. auch). Die Art geht insbesondere den Frauen in der Runde auf den Keks. Auch wenn ihr uns "nur" als Würstchen, Äffchen, Gurken, etc. bezeichnet und ein Jede(r) von uns war schon betroffen, ihr könnt offenbar nicht anders.
Sich hier dann auch noch als Moralapostel aus gutem Elternhaus hinstellen ist absurd.
Wofür steht eigentlich das Cr vor dem Steiffen? Christus vielleicht? Dann bleiben wir einfach dabei, dass wir nicht "nett" sind (Leuten gegenüber, die uns gerne beleidigen).
Wir sind Versager und waren es schon immer. Deshalb würde eine Persönlichkeit wie SchwillTiger auch nie einen Deal machen mit uns. Dann soll er uns eben mit Strafzöllen belegen und wir handeln (oder diskutieren) Doko lieber unter uns weiter.
Da kam irgenwie auch mehr dabei heraus als hier. Good Bye.
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Dass ich irgendwen persönlich angehe weise ich entschieden zurück. Selbst als Entenwemser mich als "geisteskranken Narzissten" beschimpft hat, habe ich nicht mehr gemacht als das gemeldet. Ich schreibe viel, aber persönlich beleidigen mache ich nicht
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[...] aber persönlich beleidigen mache ich nicht
Selbst das kriegste nicht geschüsselt, Du Nuss! :(
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Nochmal zurück zum Spiel:
Mir gefällt das Beispiel super. Ich mag Theorie und spielen mit Glaskarten gehört dazu.
Gewisse Infos sind oft/immer bekannt:
- Die Alte bei S1
- Die Dulle bei S4
- die letzten drei :kreuz: bei S3
Was mir aber nicht klar ist: Woher sollen S2 und S3 wissen, dass *Kreuz_Bube* bei S4 und *Karo_Dame* bei S1 sitzt? Denn tauscht man diese beiden Karten, dann macht S4 immer 2 Stiche und S1 immer einen oder?
Dann kann also weder S2 mit einem Fuxopfer noch S3 durch legen des *Kreuz_Koenig* statt der *Kreuz_Zehn* S4 auf den Verlust- bzw. Gewinnweg bringen.
Nicht falsch verstehen: Ich finde das Beispiel deshalb nicht weniger gut, ich frage mich nur wie praxistauglich es für S2 und S3 ist.
M.E. sollte S2 nich den Fux reinlegen und wenn er es macht, dann sollte S3 ebenfalls den Vollen reinpacken, weil S4 zu oft richtigerweise (!!!) zuschnappt.
Umgekehrt poste WC hier mal ein Spiel: Jemand nahm bei einem Re-Kontra-Spiel einen Stich nicht mit, obwohl dieser für den Spielsieg gereicht hätte, sondern wartete auf den Fux und gewann so ebenfalls das Spiel. Das halte ich für realistisch, dieses Beispiel besteht - glaube ich (!!!) - nur in der Theorie.
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Es geht ja auch nicht um die Spiele, bei denen es aufgrund des Kartensitzes egal ist, sondern um die Spiele, mit der Optionen mit dem richtigen/falschen Spielzug das Spiel und somit den Spielsieg zu entscheiden. Hier ist die Entscheidungen, den Stich zu tauchen, um damit die Gabel zu halten und Rest zu machen bzw. nicht selber in eine Gabel zu laufen die einzig richtige Möglichkeit.
Aus Sicht von Pos. 3 ergibt sich somit: Wenn es egal ist, ob ich schmiere oder nicht schmiere, ist nicht schmieren immer (ich gebe mal 98%) die bessere Option.
Letztlich geht es nur um das (Er-)halten von Optionen.
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Also geht es darum einen fetten Stich sausen zu lassen, um die letzten beiden zu machen? Den Spatz fliegen lassen, um die Taube zu fangen? Und wenn es auf Grund des Kartensitzes nicht klappt, dann hat man halt den Spatz (Fux) nicht?
Hmmm.... Also muss ich doch mal üben mitzuzählen? Am besten beide Parteien? Oder funktioniert das Prinzip auch oft genug ohne mitzuzählen? (Das Prinzip gefällt mir jedenfalls grundsätzlich)