Ich kenne KEINEN, der den EW seines Blattes am Tisch ausrechnet. Allein deshalb schon.
Keine Ahnung, ob wir schon miteinander gespielt haben, aber ich rechne jede einzelne Hand, bevor ich gesund melde.
Ich mag mein vereinfachtes System zur Berechnung. Ich propagiere es seit über 15 Jahren, habe viel darüber nachgedacht, geschrieben und ausprobiert, es auf zahlreichen Workshops präsentiert, jedem, der mein pdf gelesen hat, näher gebracht - warum soll ich daran etwas ändern oder jemand anderes, der sich daran orientiert?
Generell gilt, dass ein neues System um den Faktor 10 besser sein sollte, damit sich ein Wechsel lohnt. Ich sehe überhaupt keinen Mehrwert. RU´s Kritik trifft. Dein System macht alle potentiellen Stiche gleich und das sind sie nun einmal nicht. Bei mir gibt es drei Grobwerte (25, 20, 15) und eine Anpassung von - 5 für viele hohe Trümpfe und viele Karten neben den Assen. Das können wir praktisch alle im Kopf rechnen. Es passt daher zu: stelle es so einfach wie möglich dar, aber nicht einfacher.
Wenn man etwas neues in der Wissenschaft einbringen möchte, beschäftigt man sich mit dem, was schon da ist. Andernfalls wird ja das Rad immer wieder neu erfunden. Ich habe mich mit allen Büchern zum Thema Doppelkopf beschäftigt, die ich gefunden hatte - was zugegebenermaßen nicht viele waren: Bernhard Kopp, Gewinnen beim Doppelkopf; Michael von Borstel, Das Geheimnis der Herz Dame; Essener System; dazu verschiedene Skripte, z.B. Falk und aus Wesel.
Welche Vorteile hat dein System gegenüber meinem?