Ich habe ja auch nur "Standard" geschrieben, nicht Regel. Hier ein Blatt, bei dem einige sogar mit 7 Trumpf über Fehl gehen:
https://forum.doko-verband.de//index.php?topic=347.0Früher habe ich gesagt: "Immer die Dulle suchen. Das stärkt die eigenen Kreuzdamen und man spielt nie gegen DD!". Das ging bei mir so weit, dass Fehlaufspiel für mich ein Zeichen für "der kann nix!" war.
Diese REGEL habe ich immer weiter aufgeweicht, zumal ich einige Bundesliga Top-Spieler beobachtet habe, die sehr häufig zu Fehl griffen.
Natürlich ist die Fehlstruktur sehr entscheidend:
Habe ich die Farben "kurz - lang" oder sogar "frei und lang", dann sollte das Spiel mit meinen beiden Toptrümpfen sehr oft über den Crossruff laufen. Eine 2

2

2

Farben Konstellation bietet eher nicht die Chance dazu. 332 auch nicht, aber da ist Fehl wieder das Mittel der Wahl, damit ich in Trumpf mir noch Flexibilität erhalte.
Am Ende isses wieder die alte Diskussion: Ab welcher Häufigkeit sprechen wir von einem Standard? Wann wird aus einem Standard eine Regel? Und wann können wir von "immer" sprechen? Je weniger mir diese Bezeichnungen gefallen, umso mehr muss ich mich um konkrete Blätter kümmern. Das hat den Nachteil, dass man nicht in Clustern denkt und diese eine konkrete Hand man eh nie wieder bekommen wird.
Der Vorteil ist: Man lernt Unterschiede zu erkennen und Feinheiten zu verstehen.
Beides hat seine Berechtigung und sollte beim Entwickeln von Spielstrategien berücksichtigt werden.
Da die 2-2-2 Verteilung nur 15% ausmacht, ist mein Standard eben, dass ich über die lange Fehlfarbe suche. Wobei ich gerne drüber diskutiere, ob es mit 3

auch sinnvoll ist.