Autor Thema: Trumpf als kontra – ohne zu fragen  (Gelesen 66 mal)

idaad

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Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« am: Juli 05, 2026, 01:38:32 Nachmittag »
Jeweils an 1:

A) *Herz_Dame* *Karo_Dame* *Pik_Bube* *Pik_Bube* *Karo_Bube* *Karo_Bube* *Karo_Koenig* *Karo_Neun* *Herz_Ass* *Herz_Koenig* *Herz_Neun* *Herz_Neun*


B) *Herz_Dame* *Pik_Bube* *Pik_Bube* *Karo_Bube* *Karo_Bube* *Karo_Koenig* *Karo_Neun* *Herz_Ass* *Herz_Koenig* *Herz_Neun* *Herz_Neun* *Pik_Ass*
 *Pik_Ass* *Pik_Koenig* *Pik_Neun* *Pik_Zehn*
Und nun?

Ein von mir sehr geschätzter Spieler (und im übrigen mit Abstand der Beste den ich kenne!) wies mich - in einem ähnlichen Fall wie hier in B) beispielhaft dargestellt – darauf hin, dass ein Trumpfaufspiel Vertrauensverlust bedeutet. Also entweder ich verantworte eine Frage oder ich spiele Fehl.
Ist das allgemeiner Konsens? Auch in Fall A?

SchwillTiger

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #1 am: Juli 05, 2026, 02:30:06 Nachmittag »
Das mit dem Vertrauensverlust habe ich hier ja auch mal geschrieben. Nicht meine Meinung, sondern die zweier BuLi Spieler mit ordentlichem Nivea, die behaupten, die Mehrheit in der BuLi würde so spielen: "Trumpfaufspiel= Re, Kontra kann fragen!" Hier pervertiert man die stille Frage:  Kontra soll einen Vorteil dadurch bekommen, Re holt sich den an anderer Stelle wieder rein. I don't like!

Eine Aktion (Ansage oder Frage) kann ich in Zweiten noch tätigen.

Trumpfrunden sind für denjenigen gut, der der Trumpflängste ist. Unabhängig von der Partei. Dadurch erhöht man die Chancen auf Zweitläufe und auf Charly.

Ich sehe das so:

Im ersten Stich kann ich machen was ich möchte. Wenn mir eine Frage nichts bringt, weiß ich nicht wieso ich fragen sollte. Nur weil viele X spielen muss ich nicht auch X spielen, wenn ich Y für besser halte oder Y sogar besser ist (die Diskussion haben wir auch an anderer Stelle).

Blatt A)
ich sehe hier kein eigenes Kontra. Wenn jemand auf Trumpf mit Dulle rangeht und ein schwarzes Ass ohne Spruch spielt, stehe ich blöd da. Deshalb werde ich vor der ersten Karte fragen und ohne Antwort  *Herz_Ass* spielen  Dass mein p  die restlichen Herz hat ist 9%. Das Risiko gehe ich ein. Antwortet S2 (ca.8%) isses etwas doof. Aber auch hier spiele ich Herzass bevor es vom Gegner kommt. Zumindest im Zweitlauf weiß ich jetzt um den Abwurf. Eine Dulle kann mein Partner immer noch haben.

Blatt B)
Mit nur 7 Trumpf will ich keinesfalls Trumpfrunden forcieren. Nachher fehlt mir Trumpf zum Stechen der Zweitläufe. Nach meiner Methode macht man 4 Stiche. Genug für eine Frage. Aber: Ich sehe keinen spiellenkende Vorteil und mit 2 schwarzen Zweitläufen sind das eher unsichere Stiche. Ich werde nur knapp über 50% wirklich 4 Stiche machen.
Daher werde ich auf die Frage verzichten (keine Regel ohne Ausnahme) und spruchlios Herzass spielen, bevor ich Trumpf spiele,  und dann Dulle mit Re und Herzass vom Gegner kommt.

Zu Trumpf im Zweiten habe ich wiederum eine andere Meinung:
Wenn ich schon einen Stich habe und mein Blatt so trumpflang ist, dass Trumpf wirklich das beste Nachspiel ist, DANN habe ich auch immer einer Frage. Spiele ich aktionslos Trumpf, können jetzt zwei gute Sachen passieren: Ich bringe meinen Partner ans Spiel oder Kontra versenkt eine Leerdulle. Beides ist mir mit einem Reblatt mit einem Stich inne und einer gewissen Trumpflänge (mind. 7 eher 8 ) recht.

Das Argument an S2 Vorbeispielen zu wollen, weil von ihm eine 9 kam, lass ich nicht gelten. Das kann so viele Gründe haben (bspw inverses schmieren, A9, 99, A99). Dafür schwäche ich mein Blatt nicht.

Grundsätzlich finde ich muss es erlaubt sein, das Beste für sein eigenes Blatt machen zu dürfen und sich nicht in unzählige Korsette zwängen zu müssen. Vertrauen ist wichtig, aber wenn es ab morgen eine Mehrheit dafür geben würde, dass eine aufgespielte  *Karo_Neun* zwingend DD und Re ist, ansonsten wäre es ein Vertrauensverlust, man könne ja auch eine andere Karte aufspielen, dann würden das hoffentlich auch nicht alle so akzeptieren.

Um deine Frage zu beantworten:

Ich bin mir sehr sicher, dass das kein Konsens ist. Ich würde wetten, dass viele der Götter, Silberfux und auch WC Trumpf aus Länge spielen, viele andere Buli-Spieler aber auch Trumpf als Rebekenntnis spielen. Es gibt also auch hier keinen Konsens. Man muss seine Pappenheimer kennen.
« Letzte Änderung: Juli 05, 2026, 02:54:51 Nachmittag von SchwillTiger »

SchwillTiger

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #2 am: Juli 05, 2026, 03:17:00 Nachmittag »
Meinung geändert?

Hier: https://forum.doko-verband.de//index.php?topic=763.0

warst du noch der Meinung, dass Trumpfaufspiel = Re ist

idaad

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #3 am: Juli 05, 2026, 09:08:02 Nachmittag »
Mir ging's vor allem um B und da hab ich schon damals geantwortet

K)   eigentlich auch ja

Mal davon abgesehen: Grundsätzlich sollte man immer bereit sein auch Spielzüge/-ideen in Frage zu stellen und zu überdenken. Auch wenn man sich schwer damit tut. Vor allem dann wenn man sieht, dass derjenige der anders denkt/spielt extrem erfolgreich ist.

SchwillTiger

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #4 am: Heute um 01:29:49 Vormittag »
Absolut!!! Genau meine Rede!!! Das war auch nicht als Kritik gemeint. Was macht denn dein angesprener Spieler mit dem Blatt? Fragen, Herzass oder Herz unterspielen?

(Was man von Topspieler alles übernehmen sollte, darüber habe ich mir auch schon sehr viele Gedanken gemacht. Die Gedanken dazu aber in einem anderen Thread.)

idaad

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #5 am: Heute um 06:55:00 Vormittag »
'Was macht denn dein angesprener Spieler mit dem Blatt? Fragen, Herzass oder Herz unterspielen?'

Es war damals nicht dieses Blatt mit 4 Herzen - ich weiß nicht mehr genau welche (vergleichbare) Konstellation.

Allerdings hab ich von ihm auch gelernt: Nicht lauffähiges Ass nicht aufspielen solange Partnerschaft nicht geklärt. Wohl auch eine Sache des Vertrauens. Also wohl klein herz.

SchwillTiger

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #6 am: Heute um 03:08:46 Nachmittag »
Also ich weiß nicht wieso. Ich bin froh, wenn das Ass von mir und nicht vom Gegner kommt.

Spiele ich das Ass (oder erst Recht klein) auf, mein Partner sticht mit Fux, Überstich 🤮 Mit dem Blatt kann man das ggf verkraften, weil man eh keine Dulle zur Fuchsrettung hat. Aber da ein Prinzip draus zu machen... Ich weiß nicht. Wo ist WC, der immer nach individuellen Lösungen sucht und Verallgemeinerungen nicht mag?

Ich frage mal nach bei meinen Quellen.  Frag du dich Mal deinen Topspieler.

Einen Tod muss man mE sterben. Ich spiele dann am liebsten mein Blatt. Ich finde die Leute sollten auch mal lernen, dass wenn man alle 1000 Spiele etwas anders macht, dass man einem immer noch vertrauen kann, wenn man insgesamt ein Spieler ist, der sich bei seinem Spiel etwas denkt. Ich kündigen auch keine 40jährige Freundschaft, weil mein Kumpel mich einmal versetzt oder im Stich lässt.

« Letzte Änderung: Heute um 03:35:01 Nachmittag von SchwillTiger »

SchwillTiger

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Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Antwort #7 am: Heute um 05:24:07 Nachmittag »
2 von 3 haben geanwortet:

Einer zögert mit beiden Blättern und spielt mit beiden Blättern Herzass. Bei B) überlegt er, nur im Ersten zu zögern (un keine Antwort von "nur Kreuzass" zu bekommen)

Der andere spielt beide Blätter ohne Zögern und beides Male Herzass. Er ist von der Fraktion "Trumpf ohne Zögern= Re-Bekenntnis"