Autor Thema: Re vorab - welche Asse spielt man?  (Gelesen 178 mal)

SchwillTiger

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Re vorab - welche Asse spielt man?
« am: August 18, 2026, 05:34:29 Nachmittag »
Ein Re vorab und man sitzt an 1 mit Kreuzdame (ohne Pikdame). Welche Asse spielt man? Was ist das Prinzip? Die lauffähigsten Asse zuerst auf den Tisch oder den Re vorab Ansager schnell ans Spiel bringen, weil er vermutlich das beste Ass auf der Hand halten kann (schwarz und blank).

Welche Asse spielt S1?

Modell A)

Gar keine. Man spielt immer Trumpf. Ich hoffe wir sind uns einig, dass das nicht gut ist. Denn der Partner kann kein besseres Ass haben.

Modell B)

blanke schwarze Asse. D.h.  *Kreuz_Ass* *Kreuz_Koenig* hält man zurück. Jetzt gibt es nach 1.  *Karo_Ass**Herz_Zehn* x für den Brecher zwei Möglichkeiten:

- er spielt seine Asse.  *Kreuz_Ass* blank ist klar.  *Kreuz_Ass* *Kreuz_Neun* auch. Denn ein besseres Ass kann S1 ja nicht halten. Aber muss er jetzt  *Kreuz_Ass*  *Kreuz_Koenig* *Kreuz_Neun* zurückspielen, weil S1 noch ein Ass mit 6 Restkarten halten kann? Jetzt käme S1 zum letzten mal ans Spiel und müsste alle (?) Asse spielen, die er hat. Das kann nicht gut sein oder?

- er spielt direkt Trumpf zurück. Das ist doch Quatsch. Dann brauche ich mE kein Re vorab sagen. Denn dann kommt womöglich Herzass zu dritt.

Modell C)

S1 spielt Asse mit 5 Restkarten. Wenn p am Spiel ist, spielt er Asse mit 4 Restkarten oder spielt zurück. Dann spielt S1 seine Asse mit 5 Restkarten.

Klingt für mich am logischsten, hat aber den großen Nachteil, dass der der Re vorab gesagt hat möglicherweise nicht zu seinem besten Ass kommt.

Also einen Tod muss man mE sterben.

Irgendwo hat man einen Sprung um eine Restkarte. Lieber beim ersten Ass oder lieber beim zweiten/dritten Ass. Vermutlich letzteres, da nach 1-2 Asse der Drops eh gelutscht ist mit Re DD.

Ich hoffe mein Vortrag ist verständlich. Ich verknote mich gedanklich die ganze Zeit. Tendenz bei mir ist:

Ax wird gespielt. Alles andere nicht, weil S1 vermutlich ein besseres Ass hat. Istb das gelaufen ist das Spiel so gut wie gewonnen und das zweite Ass interessiert nicht mehr wirklich. Das erste Ass hat Priorität.

Andere Meinungen?

Momentchen

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Re: Re vorab - welche Asse spielt man?
« Antwort #1 am: August 31, 2026, 03:37:19 Nachmittag »
 Wer ein Vorab-Re gibt hat ja nun DD und Interesse am Aufspiel. Ich kenne es eigentlich nur so, dass ich als Partner nun auch auf das geforderte Trumpfspiel eingehe. Er fordert ja klar Trumpf.

Warum wir jetzt von dem Prinzip ("mein Partner hat den Hut auf und somit gehe ich auf seinen Spielplan
auch ein ") abweichen,  ist mir nicht ganz klar.

Gute Asse zu spielen bringt zwar den Vorteil, dass ich kein Tempo verliere. Das wars aber auch schon.

"er kann kein besseres As haben"...spricht für mich ebenso dafür, es den Partner spielen zu lassen. Ich habe lediglich das Tempo verloren.

Denn es gibt ja auch Nachteile:

Ggf hab ich einen Vollen, den ich gerne beisteuern möchte. Ich kann den eigen Vollen nie schmieren.

Manchmal muss der Partner abstechen. Er hat ja nicht immer eine große Frage auf ein aufgespieltes  *Pik_Ass*.

Und auch das Problem der ungeklärten Partnerschaft steht im Raum: Das aufgespielte as wird vom Partner bedient und dann vom Gegner abgestochen.

Hinzu kommt noch genau deine Frage hier, Schwill. Was ist überhaupt ein gutes As?

Bis jetzt hat keiner dazu etwas geschrieben. Ist vielleicht auch gar nicht so einfach zu entscheiden, was gute Asse sind. Sieht wahrscheinlich jeder auch etwas unterschiedlich.








 
« Letzte Änderung: August 31, 2026, 03:46:18 Nachmittag von Momentchen »

SchwillTiger

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Re: Re vorab - welche Asse spielt man?
« Antwort #2 am: August 31, 2026, 09:26:13 Nachmittag »
Was ein gutes Ass ist, dachte ich nit meiner Ausführung geklärt zu haben.

Warum man gute Asse spielen sollte doch auch.

Nehme. wir folgendes Blatt aus dem anderen Faden:


An 4:

 *Herz_Zehn* *Herz_Zehn* *Kreuz_Dame* *Karo_Ass* *Karo_Zehn* *Karo_Koenig* *Kreuz_Ass* *Kreuz_Ass* *Kreuz_Koenig* *Kreuz_Neun* *Pik_Zehn* *Herz_Ass*

Nein. Ich habe hier keinen super Spielplan, wenn ich Re vorab gebe. Der Spielplan ist: "Bevor du Fehl schiebst lieber p, spiel lieber Trumpf. Aber bitte spiel ein gutes Pikass, bevor ich mein schlechteres Herzass auf die Reise schicke."

Der Spielplan sollte sein: "Das beste gemeinsame Ass sollte zuerst auf den Tisch!"

Denn ein Herzass von S4 ist ja wohl deutlich schlechter als  *Pik_Ass* aus max 2er Länge (also 5 oder 6 Rest-Karten bei den Gegnern).  *Herz_Ass* gestochen und Pikass von den Gegnern könnte der Todesstoß sein.


Ich frage mal andersrum:

Zeig mal bitte ein Blatt, mit dem ich kein gutes Ass vom Partner sehen möchte.
« Letzte Änderung: August 31, 2026, 09:39:23 Nachmittag von SchwillTiger »

SchwillTiger

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Re: Re vorab - welche Asse spielt man?
« Antwort #3 am: August 31, 2026, 09:30:23 Nachmittag »
Ist der p mit DD in einer schwarzen Farbe frei, hat aber keine große Frage, ist das Spiel mE dennoch fast immer gewonnen. Der seltene Abstich (weil Ass mit mind 6 Rest-Karten) ist kein GAU.

Momentchen

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Re: Re vorab - welche Asse spielt man?
« Antwort #4 am: Heute um 02:24:50 Nachmittag »
Mit diesem Blatt würde ich halt eh kein Vorab-Re geben. Vorab-Re um ein herz as zu spielen? Deswegen ein Tempo verlieren?  Hier den Abwurf  *Pik_Zehn* mit re finde ich persönlich besser.

Doch darum geht es ja eigentlich gar nicht.

"Was ein gutes Ass ist, dachte ich mit meiner Ausführung geklärt zu haben."  -Ja, das hast du,. Es ist aber nur deine Ansicht eines guten Asses. Können andere auch etwas anders sehen.

"Der Spielplan sollte sein: "Das beste gemeinsame Ass sollte zuerst auf den Tisch!"

- Sollte der Spielplan so sein? Ist er denn so? Oder legen ihn manche halt einfach so aus? Ich finde , die Frage sollte sein: Fordere ich Trumpf mit dem Vorab-Re oder nicht? Ich denke schon, dass das immer so war und erst später die Verweigerung sich so eingeschlichen hat.

Das es auch von Vorteil sein kann, wenn ich ein gutes as spiele und es dann auch läuft, will ich nicht in Frage stellen. Trumpf nach und alles ist paletti.

Doch es gibt halt auch Nachteile, die ich aufgeführt habe. Nachteile, die mir nicht unbedingt gefallen und die das gewonnene Tempo nicht zwingend ausgleichen.

Für mich stellt sich hier lediglich die Frage, ob der Gewinn an Tempo den oben genannten Nachteilen so dermaßen überlegen ist.