Zur Hochzeit an 2:
"Dulle antwortet auf Dulle." Für mich ist das logisch.
A) Eine Dulle hat er m.E. ein klein wenig häufiger als die Schwarzkontrolle.
B) Hat er die Dulle, kommt er sicher ans Spiel und kann sein bestes Ass zuerst spielen. Ggf ist das auch HerzAss.
C) mit der Dulle ist das Spiel m.E. auch häufiger gewonnen.
D) ich vermute man trifft den Partner auch häufiger, wenn er schweigt. Trumpf scheidet ja jetzt definitiv aus. Bei der Frage auf Schwartzkontrolle nicht. (Was einen wieder zum direkten Re und einem möglichen Herz-Schub bringt).
E) mit mindestens 4 mal Zug kann ich das Spiel ggf über Trumpf lösen.
Aber ja: Es liegt sehr nah beieinander.
Und nochmal zum Abwurf an 2: Es optimiert die Punkteausbeute für BEIDE Parteien. Daher ist jeder gut damit beraten ihn zu machen und auch Trumpf nachzuspielen.
Stell dir einfach 100 Spiele hintereinander mit der gleichen Situation vor. 50 mal vertraut S2 auf Trumpf in Zweiten und wirft ab, 50 mal sticht er raus, weil er kein Vertrauen hat.
Was denkst du? Welcher der beiden Spieler wird in Variante Abwurf mehr Punkte machen, welcher Spieler in der Variante stechen?
Wird in einem Normalspiel das 2. schwarze Ass ohne Ansage gespielt, ist das Kontra darauf mit Abwurf eine spekulative Spieltechnik oder eine Konvention?
Für mich ist das in erster Linie schlechtes Spiel. Ich kann das sagen, weil ich das früher zur Genüge selbst getan habe. Es gibt zu viele Blätter mit zwei schwarzen Assen, die kein Re "erlauben". Werde ich jetzt mit Kontra ab, hat der mit den zwei Stichen unzählige Möglichkeiten:
- Gegenfrage
- sich outen durch spielen der dritten Farbe
- Dulle aufspielen
Das rechnet sich nur bei Leuten, die zu 100% Re auf zwei schwarze Asse sagen. Die gibt es aber mE aus gutem Grund immer weniger.