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Normalspiel / Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 06, 2026, 03:08:46 Nachmittag »
Also ich weiß nicht wieso. Ich bin froh, wenn das Ass von mir und nicht vom Gegner kommt.

Spiele ich das Ass (oder erst Recht klein) auf, mein Partner sticht mit Fux, Überstich 🤮 Mit dem Blatt kann man das ggf verkraften, weil man eh keine Dulle zur Fuchsrettung hat. Aber da ein Prinzip draus zu machen... Ich weiß nicht. Wo ist WC, der immer nach individuellen Lösungen sucht und Verallgemeinerungen nicht mag?

Ich frage mal nach bei meinen Quellen.  Frag du dich Mal deinen Topspieler.

Einen Tod muss man mE sterben. Ich spiele dann am liebsten mein Blatt. Ich finde die Leute sollten auch mal lernen, dass wenn man alle 1000 Spiele etwas anders macht, dass man einem immer noch vertrauen kann, wenn man insgesamt ein Spieler ist, der sich bei seinem Spiel etwas denkt. Ich kündigen auch keine 40jährige Freundschaft, weil mein Kumpel mich einmal versetzt oder im Stich lässt.

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Normalspiel / Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Letzter Beitrag von idaad am Juli 06, 2026, 06:55:00 Vormittag »
'Was macht denn dein angesprener Spieler mit dem Blatt? Fragen, Herzass oder Herz unterspielen?'

Es war damals nicht dieses Blatt mit 4 Herzen - ich weiß nicht mehr genau welche (vergleichbare) Konstellation.

Allerdings hab ich von ihm auch gelernt: Nicht lauffähiges Ass nicht aufspielen solange Partnerschaft nicht geklärt. Wohl auch eine Sache des Vertrauens. Also wohl klein herz.
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Sonstiges / Was machen Topspieler besser als man selbst?
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 06, 2026, 03:48:40 Vormittag »
Mit dieser Frage beschäftige ich mich seit Tag 1. Ich habe immer schon versucht, von den Besten zu lernen. Dazu haben mir vor allem die Datenbanken geholfen:

Solofrequenz
Erfüllung von Absagen
Ansagefrequenz
Gewinnquote
Punkte als Re
Punkte als Kontra

Viele Dinge geben die Datenbanken aber leider nicht her:

Sieg-Quote Re-Kontra-Spiele
Frequenz Bildersolo mit nur 3 Trumpf
Häufigkeit "Aufspiel Ass mit Re"
Häufigkeit Trumpfaufspiel ohne Aktion
Gewinnquote Spiele ohne Ansage
usw.

Außerdem haben mir natürlich sehr die Foren geholfen. RUs, WC, Silberfuchs, Ossi und Tront sind hier in erster Linie zu nennen, von denen ich sehr viel gelernt habe.

Welche Erkenntnis habe ich bisher gewonnen? Im Endeffekt machen sie alles besser. Aber jeder einzelne Punkt ändert nur ein klein bisschen. Unterschiede gibt es auch zwischen den Topspielern, also ist es manchmal eben doch nur eine Frage der Spielphilosophie? Ich denke nicht. Ich denke es gibt ein Optimum, aber der Effekt auf die Winrate ist eben marginal, wenn man ein gewisses Niveau erreicht hat.

"Doppelkopf ist ein Kartenmerkspiel" hat WC früher immer gesagt. Das ist sicherlich richtig, wenn man ein gewisses Niveau erreicht hat. Wir haben bei uns im Verein eine Gedächtnisweltmeisterin. Sie ist aber nicht die Beste im Verein. Also Karten merken alleine reicht auch nicht.

Über zwei Ecken habe ich gehört, dass ein Topspieler meinte: "Die Allerbesten machen nicht großartig Anderes und nicht alles was sie anders machen ist besser .Sie unterscheidet eine Sache immens: Sie machen keine groben Schnitzer!"

Ich bin davon überzeugt, dass alles richtig ist. Mein Fahrplan war folgender:

1. Spielplan, grobe Strategie (Dullenvorspiel, Partner nicht stechen, keine Asse schmieren etc.)
2. Wichtige Karten merken (ca 10, welche auch immer)
3. Strategie ausbauen (Zögern, Gabel aufbauen, geschickte Farbnachspiele)
4. Unterschiede zwischen Topspielern und mir feststellen (insbesondere Solo Auswahl, Ansage Frequenz, letzte(n) Stich(e) machen (Gabel)) und abstellen
5. Mehr Karten merken (bis zu 25)
6. Strategie Feinschliff (Charly machen und töten, Dokos verhindern)
7. Flüchtigkeitsfehler abstellen
...

Das ist bestimmt nicht der beste Fahrplan. Ich denke da muss jeder irgendwie auch seinen eigenen Weg finden.  Auch anhand seiner Fähigkeiten und Vorlieben. Sicherlich gab es auch Zwischenschritte.

Aber lässt man bestimmte Schritte aus, wird es glaube ich für die meisten sehr schwer, ein bestimmtes Niveau zu erreichen. Ein Punkt, der bei mir noch wirklich keinerlei Beachtung gefunden hat: Augen zählen. Da ist für mich sicherlich auch noch was zu holen. In meinen Augen wird dieser Punkt von Anfängern überschätzt. Blöd gesagt: "Wenn ich das Maximum aus meinem Blatt raushole, dann brauche ich auch nicht mitzuzählen." (Ist nur bedingt richtig, da es keinen Unterschied macht, ob ich 60 oder 89 Augen mache. Dann lieber 60 und den Charly töten).

Ich bin aber auch davon überzeugt: Eine Kopie ist nie so gut wie das Original. Wenn ich besser werden will, muss ich Dinge anders machen. Nicht alles, aber da wo man eben noch Potential sieht. Und ich bin überzeugt: Das gibt es
Kaum ein Spiel  ist mathematisch gelöst. Ein Spiel mit 4 Spielern, 48 Karten und ohne Aussicht auf finanziellen Erfolg, wenn man es denn lösen würde, schon mal gar nicht. Diese Ansicht hat rein gar nichts mit Arroganz zu tun, sondern beruht allein auf meinem Interesse an dem Spiel und meinem Ehrgeiz, besser zu werden, was mir Jahr für Jahr gelingt.

Und dass Verbesserungen nur von oben stattfinden dürfen (Top-Down), finde ich weder in Betrieben noch beim Doppelkopf richtig. Bottom-Up Vorschläge sollten zumindest geprüft und nicht im Keim erstickt werden.

Die Doppelkopfszene kam mir immer schon sehr hierarchisch vor. Wer etwas galt könnte sich alles erlauben. Sowohl bei seinen taktischen Entscheidungen als auch was das Zwischenmenschliche live am Tisch anging. Mein Ziel ist es immer noch, zu den Besten dazu zu gehören. Auch wenn es mir außer mir selbst keiner zutraut. Mein jetziges Niveau haben mir früher auch nur wenige zugetraut.
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Normalspiel / Re: Beispiel für Dullenaufspiel ohne Blaue
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 06, 2026, 03:21:18 Vormittag »
Und bevor hier ein falsches Bild entsteht:

Ich habe auf OD 40.000 Spiele gemacht. Beim Fuchstreff 26.000 und Live geschätzte 6.000. In diesen 72.000 Spielen habe ich vielleicht 20 mal die Dulle ohne Blaue vorgespielt, weil ich weiß, dass sie vorausgesetzt wird. Es ist also nicht so, dass ich zu 100% überzeugt bin und mit Biegen und Brechen jeden missionieren will, auch wenn mir das hier immer unterstellt wird.

Überhaupt finde ich eine Diskussion viel fruchtbarer, wenn man sich erstmal die Gemeinsamkeiten anschaut, anstatt auf den Differenzen rumzureiten.

Können wir uns hierauf einigen?

A) Das ES ist nicht die absolute Wahrheit. Es gab Entwicklungen, die angenommen wurden (Stille Frage, Dulle um Zweiten)

B) Die Dulle in Zweiten ist auch ohne Blaue und Doppelherzdane spielbar

C) Es gibt Topspieler, die die Dulle im Ersten auch ohne Blaue spielen.

Wenn A) richtig ist, wie gut ist das Argument "steht so im ES" noch? Das ES hat sehr gute mathematische Berechnungen angestellt. In anderen Bereichen wird nur vermutet, wieder in anderen Bereichen existierte die Möglichkeit der stillen Frage (und andere Weiterentwicklungen) noch nicht. Dies veränderte das Spiel aber so sehr, dass manches an Gültigkeit verliert.

B) Wenn die Blaue bei der Ossidulle nicht notwendig ist, warum ist sie im Westen ZWINGEND nötig? Das Argument "weil der Partner sie voraussetzt" galt früher auch für die Ossidulle. Dennoch hat sie sich durchgesetzt.
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Normalspiel / Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 06, 2026, 01:29:49 Vormittag »
Absolut!!! Genau meine Rede!!! Das war auch nicht als Kritik gemeint. Was macht denn dein angesprener Spieler mit dem Blatt? Fragen, Herzass oder Herz unterspielen?

(Was man von Topspieler alles übernehmen sollte, darüber habe ich mir auch schon sehr viele Gedanken gemacht. Die Gedanken dazu aber in einem anderen Thread.)
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Normalspiel / Re: Beispiel für Dullenaufspiel ohne Blaue
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 06, 2026, 01:25:55 Vormittag »
Du liest meine Beiträge nicht richtig. Das eine ist nicht meine Meinung, sondern das ist die Bedingung unter der ich das betrachten möchte. Alles andere macht für eine Diskussion einfach keinen Sinn. Ich verstehe nicht was daran so schwer zu verstehen ist. Wenn ich von falschen Bedingungen ausgehe (und ich sage NICHT, dass sie falsch sind), kann ich nicht zu richtigen Lösungen kommen. Desshalb muss ich mich erstmal von allen Bedingungen lösen. Wenn ich hinterher dazu komme, dass die jetzigen Bedingungen gut und richtig sind, dann ist das für mich in Ordnung. Aber eine Diskussion über Dinge, die in ES stehen mit der Bedingung, dass alles was im ES steht richtig ist, ist sinnlos.

Beispiel: Als die Menschheit an das geozentrische Weltbild glaubte, haben sie alle Phänomene passen dazu erklärt.Damals war die Mathematik des geozentrischen Weltbilds (Ptolemäus) extrem ausgeklügelt. Wenn man also einen Planeten mit einer neuen Theorie berechnen wollte, musste das Ergebnis nach den alten Regeln "falsch" sein. Zu den richtigen Erkenntnissen kam man erst, als man sich davon löste.

Und nochmal: Ich sage NICHT: "Ihr seid alle blöd, weil ihr an das falsche glaubt!" Ich sage nur, wir haben hier ein Paradigmen-Paradoxon. Wenn Apple sich immer an die Bedingungen von MS-DOS gehalten hätte, hätten wir heute keine Smartphones. Und nochmal: Ich bin nicht Steve Jobs. Ich will mir auch kein Denkmal setzen (auch wenn mir das hier immer wieder einige nachsagen. Dadurch wird es nicht richtiger. Dafür ist mir wie gesagt Doppelkopf nicht wichtig genug). Ich möchte einfach nur überprüfen, ob das was heute gespielt ist das Bestmögliche ist. Und dazu MUSS man "Out of the box" denken (ich hasse diesen Begriff).

Und auch im zweiten Punkt hast du nicht richtig gelesen. Denn genau dein Beispiel habe ich auch aufgeführt: "Denn nochmal: Bei der Dulle im Zweitens erwartet auch keiner mehr die Blaue, obwohl sie im ES gefordert wird."

Es gibt also diese Änderungen. Und ich meine gehört zu haben, dass die Widerstände damals auch nicht klein waren.Das wirst du besser Wissen als ich, weil das vor meiner Zeit war.

Wenn ich sage: "Gutes bleibt!", dann meine ich genau so "Schlechtes verschwindet wieder." Was Gut und was Schlecht ist wird sich zeigen. Das meine ich absolut neutral auch auf meine Ideen/Überlegungen bezogen.

Was an Unwissenheit "Arroganz, überheblich und anmaßend" ist, das musst du mir mal erklären. Als ich angefangen habe mit Doppelkopf, habe ich Dullenaufspiele im Ersten ohne Blaue nie gesehen.

Im Fuchstreff kam der Begriff "Lappendulle", für eine Dulle mit  *Herz_Dame* *Karo_Dame* statt  *Herz_Dame* *Herz_Dame*.

Nach meinen Informationen hat sich neuerdings (das ist aber wirklich gefährliches Halbwissen) in Münster rund um Domo das Dullenaufspiel ohne Pikdame etabliert. Du darfst mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liege. Beleidigungen gehören hier mMn aber nicht hin.

Aber vielleicht diskutiert man lieber sachlich und exemplarisch anhand des obigen Blattes?
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Normalspiel / Re: Trumpf als kontra – ohne zu fragen
« Letzter Beitrag von idaad am Juli 05, 2026, 09:08:02 Nachmittag »
Mir ging's vor allem um B und da hab ich schon damals geantwortet

K)   eigentlich auch ja

Mal davon abgesehen: Grundsätzlich sollte man immer bereit sein auch Spielzüge/-ideen in Frage zu stellen und zu überdenken. Auch wenn man sich schwer damit tut. Vor allem dann wenn man sieht, dass derjenige der anders denkt/spielt extrem erfolgreich ist.
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Normalspiel / Re: Beispiel für Dullenaufspiel ohne Blaue
« Letzter Beitrag von Worstcase am Juli 05, 2026, 07:03:49 Nachmittag »
"Es geht ja darum, dass wir uns in einer Welt befinden, in der die Blaue nicht vorausgesetzt wird."

Das ist deine Meinung.

"Ich bin sicher, dass sich die beste Spielsweise manifestieren."
Ich finde es arrogant, überheblich und anmaßend, dass du offensichtlich die Meinung vertritts, das die in den letzten 30 Jahren nicht versucht wurde. (... und sich völlig überraschend als nicht zielführen herausgestellt hat.)
Ein Ausfluss daraus ist übrigens die ungedeckte Dulle im 2.






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Konventionen / Hochzeitskonvention
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 05, 2026, 04:49:27 Nachmittag »
Bitte keine Diskussion und auch keine Argumente. Dies ggf an anderer Stelle. Mich interessiert die Frage rein quantitativ: Wer spielt wie? Also nur abstimmen. Um ein ungefärbtes Stimmungsbild zu bekommen, sieht man das Ergebnis auch erst nach der Abstimmung.

Hochzeit an 2:

1.  *Pik_Ass* *Pik_Zehn* *Pik_Koenig* *Pik_Neun*

2.  :ZO:
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Änderungs- und Verbesserungsvorschläge / Re: Abstimmungen
« Letzter Beitrag von SchwillTiger am Juli 05, 2026, 04:42:59 Nachmittag »
Kann ich ja nochmal versuchen. Ich meine, ich hätte das mal gemacht und es hat nicht geklappt.
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