Ich habe mich seit langer Zeit mal wieder hier im Forum eingeloggt und lehne diesen Beitrag an Schwills "Abwurf vom Gegner" an.
Früher gab es zu diesem Szenario schon einmal einen Beitrag. Hier geht es auch um Vertrauen. Mit der überwiegenden Mehrheit ging ich nicht konform und möchte es deshalb nochmal zur Diskussion stellen:
HZ an 1

Darf ich hier

aufspielen oder nicht? Breche ich hiermit das Vertrauen?
Die Antwort damals war recht eindeutig - nein: Das geht gar nicht. Hier muss Trumpf folgen.
Ich würde das wie folgt sehen:
Diese Kombi aus angekündigter HZ, die in ein Solo übergehen will mit Abwurf an 2 ist erstmal unglaublich selten. Sie ist so selten, dass es wohl alle 10 000 Spiele mal vorkommt. ( vertue ich mich da? Ist nur geschätzt).
Grundsätzlich gilt für mich, dass ein Solo immer Vorrang hat. Und erst recht vor dem Konventionsspiel. Das Konventionsspiel darf nicht soweit gehen, dass ich jemandem ein Solo verbiete.
Der Abwurf an 2 ist damit immer ein potenzielles Risiko. Er ist gut und findet in 99,9% auch seine Berechtigung. Doch wenn nun jemand ins Solo geht, dann hat Pos 2 halt mal auf falsche Pferd gesetzt.
Dieser Abwurf an 2 hat sich m. M.n. nur durchgesetzt, weil diese hier aufgeführte Kombi aus Hz ins Solo mit Abwurf so so extrem selten ist.
Es tut dem Konventionsspiel keinen Abbruch, da es sich mehrheitlich rentiert.
Der Solist verliert nicht an Vertrauen. Er ist in diesem einen Fall halt ein Gegner und kein Partner. Er darf ins Solo gehen und er soll es bitteschön auch, wenn er es für richtig hält.
Wie gesagt, diese Kombi ist extrem selten. Doch würden 3 von 10 Hzs ins Solo gehen, gäbe es wohl das Konventionsspiel nicht.
Sollte ich einmal in diese Situation kommen, würde ich wohl "um des Friedens Willen" :-) auf das Solo verzichten.
Doch rein vom Dokoverständnis - wer darf hier was und wie weit dürfen Konventionen ein Solo unterbinden - sehe ich es wie beschrieben.